Anatomie des Sprunggelenks

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Im oberen Sprunggelenk (lat. Articulatio talocruralis; auch Knöchelgelenk) sind die unteren (distalen) Enden des Schienbeins (Tibia) und des Wadenbeins (Fibula) sowie das Sprungbein (Talus) die gelenkbildenden Knochen. Im Detail handelt es sich dabei um die durch den Innenknöchel (Malleolus medialis) des Schienbeins und den Außenknöchel (Malleolus lateralis) des Wadenbeins gebildete Malleolengabel (auch Sprunggelenksgabel) und die Sprungbeinrolle (Trochlea tali).
Die Malleolengabel wird durch die distale tibiofibulare Syndesmose (Eine Syndesmose, eingedeutscht von Syndesmosis, von griech. syn „zusammen“ und desmos „Band“ oder Bandhaft ist eine Form eines unechten Gelenks. Bei der Bandhaft werden zwei Knochen durch Bindegewebe umfasst) zusammengehalten.

Die Mechanik des oberen Sprunggelenkes entspricht nicht ganz einem Scharniergelenk, weil dessen Achse schräg durch die Sprungbeinrolle und die Sprunggelenksgabel verläuft. Dies ermöglicht – vereinfacht beschrieben – die Senkung (Plantarflexion) und das Heben des Fußes (Dorsalflexion bzw. Dorsalextension). Darüber hinaus ist auch ein geringes Maß an Innen- und Außenrotation sowie eine Ein- und minimale Auswärtsdrehung der Sprungbeinrolle möglich
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Das Sprunggelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers, da es bei jedem Schritt die gesamte Körperlast tragen und auf den Boden umsetzen muss. Durch diese hohe Belastung und die nicht vollständig zylinderförmige Anatomie sowie die unterschiedliche Ausbildung von Bandverbindungen ergeben sich mannigfaltige Verletzungsmöglichkeiten, die vor allem die Bänder, aber auch die Knochen betreffen. Verletzungen des Sprunggelenks sind ausgesprochen häufig. Besonders die „Verstauchungen“ und das „Umknicken“ des Gelenks kommen oft vor.
Im Sprunggelenk entwickeln sich ohne vorausgegangene Verletzung im Vergleich zu anderen Gelenken seltener Abnutzungserscheinungen (Arthrosen). Die meisten Arthrosen des Sprunggelenkes sind somit sekundäre (posttraumatische) Arthrosen, also Spätfolgen schwerer oder unzureichend behandelter Verletzungen wie Sprunggelenkverrenkungsbrüchen oder komplexer Kapsel-Band-Verletzungen.
Grundsätzlich wird in vielen Fällen ein gestuftes Therapieschema angewendet und mit der konservativen Behandlung (einschließlich schuhtechnischer Maßnahmen) begonnen, die in einigen Fällen zu jahrelanger Linderung der Beschwerden führt. Wenn bei einer Arthroseentwicklung diese Möglichkeiten erschöpft sind, gibt es im Wesentlichen zwei operative Therapie-Optionen: Die Versteifung des oberen Sprunggelenkes (Arthrodese des OSG) oder der Einbau eines künstlichen Gelenkes (Sprunggelenk-Endoprothese).

Wie sieht ein normaler Knöchel auf dem Röntgenbild aus?

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Gelenkknorpel werden auf einem Röntgenbild nicht angezeigt. Die Anwesenheit des Knorpel wird durch einen Raum (dem „Gelenkraum“) zwischen des Schien- und des Sprungbeins dargestellt. Auf dem Röntgenbild hier auf der linken Seite, sieht der Knochen glatt ohne Unregelmäßigkeiten oder lose Knochenpartikel aus.


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